Peritonealdialyse

Die Nieren, verantwortlich für die Ausscheidung von Wasser, Salzen und Stoffwechsel-Abbauprodukten, Regulation des Blutdruckes, Kontrolle des Säuren-Basenhaushaltes im Körper u.v.m. können aufgrund verschiedener Faktoren/Lebensumstände im Laufe der Zeit bei einigen Menschen ihre Aufgaben nicht mehr ausreichend erfüllen. Hier spricht man dann von einer Niereninsuffizienz. Je nach Ausprägung der Niereninsuffizienz werden verschiedene Therapien notwendig. Ist durch die eingeschränkte Nierenfunktion eine unterstützende Therapie zur Reinigung des Organismus von Abbauprodukten notwendig, wird die Dialyse eingesetzt.

Die weniger bekannte Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse) bietet gegenüber der Hämodialyse viele Vorteile. Bei der Peritonealdialyse benutzt man das gut durchblutete halb-durchlässige Bauchfell (Peritoneum) als köpereigene Filtermembrane. Das Bauchfell kleidet die gesamte Bauchdecke aus und überzieht viele Organe. Bei der Peritonealdialyse lässt man mehrmals am Tag eine sterile Dialyselösung über einen Katheter in die Bauchhöhle fließen. Nach dem Prinzip der Osmose wandern giftige Stoffwechselprodukte aus dem Blut über das Bauchfell in die Dialyselösung. Nach einigen Stunden wechselt man die Dialyselösung aus. Eine weitere Aufgabe der Peritonealdialyse besteht darin, dem Körper überschüssiges Wasser zu entziehen.

Vorteile

  • Behandlung im häuslichen Umfeld
  • Blutfreies Verfahren
  • Geringe Nebenwirkungen
  • Keine Belastung des Herz-Kreislauf-Systems durch zusätzliches Shuntvolumen
  • Schonung der Blutgefäße
  • Kein Blutvolumenverlust
  • Behandlungsdauer bei CAPD ca. 45 min/ pro Einsatz
  • Dialyse mit Cycler in der Nacht möglich - dadurch Freiheit tagsüber
  • Kontinuierliche Entgiftung, dadurch müssen die Essgewohnheiten und Trinkmengen weniger stark angepasst werden
  • Nierenfunktion und damit die Urin-ausscheidung bleiben länger erhalten
  • auch bei kardiologischen Erkrankungen geeignet