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05.02.2015

Erster Palliativkongress in Rostock

Unter dem Motto „Lebensqualität auf dem letzten Weg“ findet am 15.4.2015 erstmalig in Rostock ein Palliativkongress statt. "Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben.“ Diese Worte werden Cicely Saunders zugesprochen – einer englischen Ärztin, die 1918 geboren wurde und als Begründerin der modernen Palliativmedizin gilt. Der Fokus liegt hier nicht mehr auf der eigentlichen medizinischen Behandlung, sondern darauf, die letzten Monate, Wochen und Tage mit einer möglichst hohen Lebensqualität zu erleben, so selbstbestimmt wie irgend möglich, und ohne unnötiges Leid. Die Palliativmedizin gibt den Tagen eben mehr Leben.

Damit diese letzte Lebenszeit unheilbar kranker Patienten nichts von Sinnentleerung, Bedeutungslosigkeit und Demoralisierung geprägt ist, liegt die vornehmste Aufgabe einer umfassenden Betreuung darin, bei den Patienten das Gefühl für die eigene unverlierbare Würde auch in dieser Phase zu stärken. Das Behandlungsziel in der Palliativmedizin ist weniger die Lebensverlängerung als vielmehr die Sicherung der bestmöglichen Lebensqualität durch engmaschige Symptomkontrolle sowie pflegerische, psychosoziale und ggf. spirituelle Betreuung von Patienten und ihren Angehörigen.

Mit den neuesten Entwicklungen und Erfahrungen in diesem Bereich wird sich der erste Palliativkongress in Rostock beschäftigen. Als Referent konnte unter anderem Dr. Michael de Ridder gewonnen werden, der die von ihm einmal provokant als „Gully von Kreuzberg“ bezeichnete Rettungsstelle des Berliner Urban-Krankenhauses leitete. Er spricht zum Thema „Medizinische Entscheidungen am Lebensende: Sinnvolle Lebensverlängerung oder leidvolle Sterbeverzögerung“. Madlen Groll-Döhring und Lea Puchert schildern in einem Erfahrungsbericht ihre Arbeit im „Ambulanten Kinderhospizdienst Oskar“ unter dem Titel „Begleiten in bewegten Zeiten“. Über den „Stand der Versorgung und die Akzeptanz“ der Palliativmedizin berichtet Dr. Volker Lakner vom Fachverband SAPV (Spezialisierte ambulante Palliativversorgung).

Der Kongress beginnt am 15. April 2015 um 8.30 Uhr im RENAFAN ServiceLeben Holzhalbinsel in Rostock, Gaffelschonerweg 11,18055 Rostock. Anmeldungen sind ab sofort unter der Rufnummer (0381) 260 520 oder per Mail unter serviceleben-holzhalbinsel@renafan.de möglich. Die Teilnahmegebühr beträgt 75 Euro.

Veranstaltet wird der erste Rostocker Palliativ-Kongress von der RENAFAN Akademie in Zusammenarbeit mit dem ServiceLeben Holzhalbinsel. In der RENAFAN Akademie erhalten Mitarbeiter, Fach- und Führungskräfte der Pflege- und Gesundheitsbranche ein individuelles Fort- und Weiterbildungsangebot – und das schon seit mehr als zehn Jahren (akademie.renafan.de).

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