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Vaxzervria bundesweit freigegeben

Ab dem 07. Juni ist die Impfung für alle Bundesbürger über 18  nach ärztlicher Beratung freigegeben: Interessierte können ihren Termin sowohl in den Modellpraxen als auch in den Impfzentren buchen, unabhängig von der Priorisierung! Ziel ist, das Tempo der Impfkampagne nochmals zu erhöhen. 

Die geringe Anzahl der beobachteten schweren Nebenwirkungen in Form von Hirnvenenthrombosen ließe die Freigabe der Impfung mit Vaxzevria für Menschen unabhängig von der Priorisierung zu, wenn das individuelle Risiko im Aufklärungs- und Anamnesegespräch abgewogen wurde. Die Nebenwirkung traf einmal unter 200.000 Geimpften auf, d. h. fünf Menschen unter einer Million Geimpften waren betroffen, mehr Frauen als Männer. Statistisch starb ein Mensch unter einer Million an der Erkrankung. 

Ist der Vergleich mit Risiken der Pille zulässig?

 

ImpfstoffAls die ersten Fälle von Thrombosen nach Impfungen mit AstraZeneca bekannt wurden, hieß es schnell, das Risiko bei der Pille sei viel höher. Das ist eindeutig falsch. Bei den Fällen nach den Impfungen handelt es sich um sehr viel gefährlichere, seltenere und schwerer behandelbare Thrombosen als bei denen, die im Zusammenhang mit der Einnahme der "Pille" auftreten können. Die Reaktion der Prüfbehörden und die laufenden Anpassungen der Empfehlungen, wem das Vakzin verimpft werden soll, zeigen: 

1. Die Prüfmechanismen der Zulassungsbehörden funktionieren zuverlässig und sind vertrauenswürdig.

2. Eine seltene Nebenwirkung wie diese ( seltener als 1:100.000) lässt sich leider erst beobachten, wenn große Anwendungen erfolgt sind.

Die Todesfälle bleiben sehr, sehr tragisch. Relativierungen, die pauschalisieren und somit auch die Glaubwürdigkeit der Zulassungsbehörden in Abrede stellen, sind daher nicht angemessen.