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AstraZeneca - Impfempfehlung aktualisiert

Stand 20.04.2021. Wir aktualisieren diese Seite regelmäßig!
 

Nach dem Auftreten weiterer Fälle von schweren Hirnvenenthrombosen im Zusammenhang mit der Verimpfung von AstraZeneca hat das Paul-Ehrlich-Institut empfohlen, das Vakzin nur noch an Menschen über sechzig Jahre in der nationalen Impfkampagne einzusetzen. Vorausgegangen waren Stopps in einzelnen Bundesländern wie z. B. Berlin, die initial von Kliniken für ihre Belegschaft beschlossen wurden. Derzeit sind 48 Fälle der gefährlichen und seltenen Nebenwirkung in der Folge einer Corona-Impfung bekannt, meist bei Frauen weit mehr, als dass statistisch (ohne Impfung ) zu erwarten wäre. Neun Menschen sind gestorben, sieben Frauen im Alter von 20 bis 63 Jahren und zwei Männer, 36 und 57 Jahre alt. Inzwischen wird auch geprüft, ob eine weitere Komplikation, das sogenannte Kapillarlecksyndrom auf die Impfung zurückgeführt werden kann. Die Ständige Impfkommission sprach folgerichtig vom Auftreten „seltener, aber sehr schwerer thromboembolischer Nebenwirkungen".

Die Zweitimpfung bei unter 60-jährigen Personen, die ihre Erstimpfung mit AstraZeneca erhalten haben, soll nach sechs bis neun Wochen mit einem mRNA-Impfstoff durchgeführt werden. Bei den Älteren könnte die Impfung mit dem Mittel für die Prioritätengruppen eins und zwei "nach ärztlichem Ermessen und bei individueller Risikoanalyse nach sorgfältiger Aufklärung" fortgesetzt werden, hieß es in einem entsprechenden Beschluss der Gesundheitsminister. Die Anpassung stellt einen Rückschlag für die deutsche Impfkampagne dar, aber glücklicherweise gibt es Alternativen wie BioNTech und Moderna, die in ausreichenden Mengen verfügbar seien. 

AstraZeneca umbenannt

Der Impfstoff von AstraZeneca hat inzwischen einen Markennahmen bekommen und heißt jetzt offiziell Vaxzevria. Nach der Verlautbarung des Herstellers ist dies bereits lange geplant  gewesen, nur wurden aus Gründen der schnellen Auslieferung zunächst auf die Festlegung eines Markennamens verzichtet worden.Tatsächlich heißt der Impfstoff von BioNTech ja auch nicht "BioNTech", sondern Comirnaty - das allerdings vom ersten Tag an.

Ist der Vergleich mit Risiken der Pille zulässig?

 

ImpfstoffAls die ersten Fälle von Thrombosen nach Impfungen mit AstraZeneca bekannt wurden, hieß es schnell, das Risiko bei der Pille sei viel höher. Das ist eindeutig falsch! Das haben auch AstraZeneca-Befürworter wie Karl Lauterbach klar gestellt. Bei den Fällen nach den Impfungen handelt es sich um sehr viel gefährlichere, seltenere und schwerer behandelbare Thrombosen als bei denen, die im Zusammenhang mit der Einnahme der "Pille" auftreten können. Dass diese Nebenwirkung nun zu einem Stopp der Verimpfung des Wirkstoffs bei unter 60-Jährigen führt, zeigt zweierlei: 

1. Die Prüfmechanismen der Zulassungsbehörden funktionieren zuverlässig und sind vertrauenswürdig.

2. Eine seltene Nebenwirkung wie diese (1:100.000) lässt sich leider erst beobachten, wenn große Anwendungen erfolgt sind.

Die Todesfälle sind sehr, sehr tragisch, Relativierungen, die pauschalisieren und somit auch die Glaubwürdigkeit der Zulassungsbehörden in Abrede stellen, sind daher nicht angemessen.