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Warum Fachkraftquote in der Pflege?

Klar: Für eine gute Pflege braucht man gut ausgebildetes Personal. Das ist in der Regel dreijährig examiniert – also Pflegefachkraft. Wenn es um die Pflege und die Heilung bzw. Milderung von Krankheiten geht, wir also von Behandlungspflege sprechen, sind profunde medizinisch-pflegerische Kenntnisse ein Muss, und die lernt man nicht über Nacht. Vor allem bei den heutigen Pflegeheimbewohnerinnen liegt oft eine Multimorbidität vor, d. h. viele Krankheiten, viele Tabletten, viele Risiken und Nebenwirkungen. Krankenbeobachtung und Erfahrung sind hier sehr wichtig, um Veränderungen sicher einschätzen zu können.

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Probleme der Fachkraftquote

Die Fachkraftquote existiert seit 1993 (also noch vor der Einführung der Pflegeversicherung ). Sie wurde ergänzt durch die Heimpersonalverordnung. Inhaltlich hat sich am Grundsatz nichts geändert: 50% Fachkräfte müssen die Betreiber von Pflegeheimen vorhalten. Das Problem: Es gibt gar nicht mehr genügend Fachkräfte, um die Anforderungen zu erfüllen. Dringend benötigte Pflegeplätze bleiben unbesetzt. Außerdem wird manchmal einer Fachkraft der Vorzug gegeben, obwohl die vielleicht gar nicht ins Team passt – „Hauptsache examinierte Pflegefachkraft“ kann personelle Fehlentscheidungen begünstigen.

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Ist die Fachkraftquote noch zeitgemäß?

Angesichts des dramatischen Fachkräftemangels in der Pflege muss man diese Frage verneinen. Die Klientel, die in Pflegeheimen betreut wird, hat sich sehr verändert (auch mit der Einführung des PSG II) – und wird sich weiter verändern. Es gibt aber einige interessante Lösungsansätze, um eine gute Versorgung sicherzustellen, besonders im Hinblick auf die vielen Menschen mit demenziellen Erkrankungen. Sie profitieren von engmaschigen Betreuungsangeboten. Ein Blick über die Landesgrenzen hinaus beweist, dass es auch anders geht: In der Steiermark z. B., wo RENAFAN Austria sieben Pflegeheime betreibt, gilt eine Quote von 20% examinierte (diplomierte) Gesundheits- und KrankenpflegerInnen, 60% einjährig ausgebildete PflegeassistentInnen und 20% sonstiges Personal in der Betreuung und Beschäftigung, also z. B. Demenztrainer und Seniorenanimateure.