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Glossar

Impfung

Eine Impfung bezeichnet eine Immunisierung durch eine Verabreichung eines Impfstoffs, der eine Immunreaktion auslöst. Die so genannte Impfreaktion sensibilisiert das Immunsystem auf einen Erreger, der in abgeschwächter Form im Impfstoff erhalten ist.

Eine Impfung soll eine schwerere Erkrankung verhindern. Prinzip ist immer, dass ein abgeschwächter Erreger dem Immunsystem eine Infektion "vorgaukelt" und das Immunsystem mit einer vollwertigen Immunantwort beginnt, die dann später eine Erkrankung bereits beim Eindringen des bereits durch die Impfung bekannten Erregers in den Körper verhindert. Geimpft werden Lebend- oder Totimpfstoffe. Neu ist auch die Impfung mit Gen-Bestandteilen (mRNA), so wie es mit Falle der Impfungen gegen Sars-COV-2 der Pharmaunternehmen Biontech oder Moderna der Fall ist. Der Begriff Vakzination oder "Vaccination" , Englisch für Impfung, geht auf einen der ersten Erreger zurück, gegen den eine Impfung entwickelt wurden, nämlich die Kuhpocken (Kuh lat. Vacca).

Impfungen gehören zu den wichtigsten medizinischen Errungenschaften unserer Zeit und haben Millionen von Menschen das Leben gerettet. Schwerste Krankheiten (zB Diphtherie, Tetanus, Pertussis, Poliomyelitis) konnten dank der Entwicklung von Impfstoffen in Industrienationen vollständig besiegt werden. Durch diese Erfolge ist zunehmend eine Impfmüdigkeit zu beobachten, auch gibt es immer mehr Impfgegner. Diese Impfgegner oder Impfskeptiker führen vor allem allergische Reaktionen oder gesundheitliche Konsequenzen durch die häufig in Impfstoffen verwendeten Hühnereiweiße, Lipidverbindungen oder Spuren von Aluminium ins Feld. Besonders häufig richten sich Bedenken gegen die so genannten Kinderkrankheiten Mumps, Masern, Röteln und Windpocken, gegen die auch standardisiert geimpft werden kann und soll laut STIKO (ständige Impfkommission). Die STIKO bestimmt, welche Impfungen Kinder und Erwachsene in Deutschland haben sollten und aktualisiert die Impfempfehlungen regelmäßig. Trotz vieler und oftmals wissenschaftlich nicht haltbarer Einwände gegen das Impfen gibt es immer mehr Erfolge durch neue Impfstoffe, zuletzt durch die inzwischen weit verbreiteten Impfungen gegen Humane Papillomviren, die für verschiedene Krebserkrankungen zumeist bei Frauen (Cervivkarzinom, Vulvakarzinom ua.) verantwortlich sind. Hier gibt es inzwischen auch Impfempfehlungen für Jungen, um die Verbreitung der HPV weiter einzudämmen. HPV stellen die am häufigsten sexuell übertragenen Viren dar, fast jeder kommt im Laufe seines Lebens mit ihnen in Kontakt.